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Mexikanische Fabrik zur Herstellung von Mezcal

Die mexikanische Wirtschaft & ihr Wachstum

Die Wirtschaft Mexikos ist abhängig von Handelspartnern.

Hinzu kommen allerdings noch die topographischen und klimatischen Bedingungen, die als Grundlage für beispielsweise Bodenschätze, Landwirtschaft oder Tourismus unbedingt in Betracht gezogen werden müssen.

Die Entwicklung der Wirtschaft in Mexiko

In der Wirtschaft ist Mexiko längst zu einem Global Player aufgestiegen. Es gehört zu den fortschrittlichsten Ländern sowie den wichtigsten Volkswirtschaften Lateinamerikas und gilt als bedeutendste Exportnation dieser Region. In der Vergangenheit hatte Mexiko immer wieder mit schweren Krisen zu kämpfen. Aufgrund hoher Auslandsschulden, einer aufgeblähten Bürokratie und Ineffizienz kam es regelmäßig zu großen Problemen, die eine hohe Inflationsrate, eine hohe Arbeitslosenquote, Handelsdefizite und Kapitalflucht auslösten. Der Bundesstaat Oaxaca gehört beispielsweise noch immer zu den ärmsten Bundesstaaten von Mexiko. Aufgrund der Geographie und des Klimas ist Landwirtschaft nur eingeschränkt möglich. Außerdem wurde lange Zeit extensiver Holzeinschlag betrieben, weshalb nun die Erosion sehr hoch ist. Zur Wiederaufforstung wird staatliche Hilfe benötigt. Wenig Industrie bedeutet auch weniger Arbeitsplätze. Die Armut ist hier demnach größer als in anderen Landesteilen, was man auf Reisen auch merkt.

Dennoch erlebte das Land seit 1994 einen Umschwung, als es der NAFTA (North American Free Trade Agreement) sowie dem OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) beitrat. Seit 2000 besteht außerdem ein Freihandelsabkommen mit der Europäischen Union. Seitdem versucht die mexikanische Regierung auch verstärkt die Wirtschaftslage in Mexiko zu stabilisieren, die Abhängigkeit von der Ölwirtschaft zu senken, soziale Versicherungsprogramme zu erhöhen und Steuer- bzw. Rentensysteme zu reformieren. Auch die zunehmende Privatisierung und Dezentralisierung führt zu einem Umschwung.

Korruption ist leider immer noch ein großes Thema und hindert das mexikanische Wirtschaftswachstum enorm. In den letzten Jahren entwickelten sich die Vereinigten Staaten von Mexiko von einem Agrar- zu einem Industriestaat. Trotz dessen, dass immer noch etwa 25% der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft arbeiten, trägt die Agrarwirtschaft nur etwa 5% zum BIP bei. Der größere Teil des BIP wird durch Dienstleistungen, Handel und Industrie erwirtschaftet.

Mexikos landwirtschaftlichen Erzeugnisse

Aufgrund der topographischen Verhältnisse, teilweise großer Trockenheit, Bodenerosion und Landflucht, wird es immer schwieriger landwirtschaftlich ausreichend produktiv zu sein. Deshalb wird auch immer mehr an Grundnahrungsmitteln importiert, was wirtschaftlich wiederum schädlich für die Kleinbauern ist. Allgemein ist landesweit das Gefälle zwischen Städten und Landgebieten sehr groß. Die Bundesstaaten mit dem höchsten Anteil an Landwirtschaft sind derzeit auch die ärmsten Gebiete. Angebaut wird fast alles, was auch in der mexikanischen Küche zu finden ist, vor allem Mais, Bohnen, Chilis, Gemüse, Zuckerrohr und Obst. Vieles davon ist für den Export bestimmt. Dazu kommen noch Produkte wie Kaffee, Baumwolle, Sisal oder Fleisch.

Mexiko ist sehr reich an Bodenschätzen, was sich zusätzlich positiv auf dessen Stellung im Welthandel auswirkt. Das Land besitzt umfangreiche Rohölreserven, die umfangreichsten außerhalb des arabischen Raumes, die noch nicht komplett genutzt bzw. erforscht sind, und zählt zu den wichtigsten und größten Erdölnationen der Welt. Außerdem führt Mexiko die Weltrangliste der Silberproduzenten an. Es ist demnach auch ein wichtiges Bergbauland mit Reserven an Metallerzen und Mineralien.

Die wichtigsten Handelspartner für den Ex- & Import

Die wichtigsten Handelspartner im Export sind zu allererst die USA mit über 80%, was Mexiko stark abhängig von den USA als Wirtschafts-Partner macht, aber auch Kanada, Japan und Deutschland. Im Importbereich sind ebenfalls die genannten Länder auf den vordersten Plätzen. Vor allem Deutschland erkennt viel Potenzial in Mexiko als lateinamerikanischen Partner und so siedeln sich auch zahlreiche deutsche Firmen im Land an.

Kanada und die USA sind vor allem aufgrund des NAFTA-Abkommens so wichtig geworden. Allerdings erhöht sich auch zunehmend die Produktion der sich an der Grenze zu den USA befindlichen „Maquiladores“, die mit billigen Arbeitskräften eine enorme Anzahl an zusammengebauten Fertigprodukten herstellen und exportieren. Andere Hauptindustriegebiete befinden sich entlang der Golfküste, sowie in Mexiko-Stadt, in denen überwiegend Maschinenbau, Automobilindustrie, Stahl-, Papier- und Textilindustrie die Hauptstandbeine sind.

Tourismus als wesentlicher Teil der mexikanischen Wirtschaft

Mittlerweile ist der Tourismus zu einem der wichtigsten Devisenbringer des Landes geworden und wird unaufhörlich ausgebaut. Die Besucher kommen vor allem aus den USA als Tagesausflügler, Langzeiturlauber oder zur Erholung, zunehmend aber auch aus Kanada und Deutschland. Die Europäer interessieren sich ebenfalls für Sonne und Strand, aber vor allem auch für die Kultur des Landes. 9% der mexikanischen Bevölkerung ist im Tourismussektor beschäftigt, Tendenz steigend. Hier findet sich auch ein großer Teil der Schattenwirtschaft, die von ambulanten Händlern, Essensverkäufern, Handwerkern oder gar Kindern ausgeführt wird. Die Projekte im Tourismus werden auch immer größer und zahlreicher, was sich negativ auf die Tier- und Pflanzenwelt Mexikos, aber auch teilweise auf die Bevölkerung auswirkt. In diesem Bereich setzt man deshalb immer mehr auf Ökotourismus.

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