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Mexikanischer Tequila mit Limette und Salz

Typisch mexikanische Getränke

Das bekannteste mexikanische Getränk ist selbstverständlich der Tequila, der aus der blauen Agave gewonnen wird. Tequila verwendet man hier weniger in Cocktails, sondern trinkt ihn lieber zu besonderen Anlässen in seiner reinen Form – Jahrgangsweise. Etwas rauer, aber dafür qualitätsvoller, ist der Mezcal. Die weniger luxuriöse Variante ist der Pulque, ein alkoholhaltiger Most, der nur frisch genießbar ist.

Aber Achtung, das Trinken von Alkohol auf der Straße ist in Mexiko streng verboten!

Jeder Tequila ist ein Mezcal, aber nicht jeder Mezcal ein Tequila.

Jeder Einheimische in Mexiko kennt den Spruch – „Para todo mal: Mezcal! Para todo bien: Tambien!“. Übersetz bedeutet das soviel: – „Geht etwas schief: Trink Mezcal! Ist alles gut: Dann auch!“.

Die Mexikaner sind stolz auf ihr National-Getränk Mexikos, welches glücklicherweise noch nicht der völligen Vermarktung zum Opfer gefallen ist.

Tequila war gestern, heute ist Mezcal!

Mezcal ist der Überbegriff für Agavenschnäpse, zu denen unter anderem auch der Tequila zählt. Doch wie wird der Mezcal eigentlich hergestellt?

Oaxaca ist wohl eine der berühmtesten Regionen in Mexiko, in der das typisch mexikanische Getränk Mezcal hergestellt wird. Im kleinen Dorf Santa Catarina Minas betreibt die Familie Minero einen Familienbetrieb, wo immer noch dem traditionsreichen Handwerk der Schnapsbrennerei nachgegangen wird. In privat anmutenden Führungen erklären sie interessierten Besuchern, was genau den Mythos des Mezcal ausmacht. Dabei wird sich viel Zeit gelassen und mit Liebe zum Detail vorgegangen. Dies liegt vielleicht zum einen an der unglaublichen Leidenschaft für diesen besonderen Agavenschnaps und zum anderen an der Tatsache, dass die Produktion lediglich ein Nebenerwerb der Familie darstellt.

Die Führung beginnt auf den Agavenfeldern. Hier lernt man die verschiedenen Agavensorten kennen, die alle zu 100% ökologischen Bedingungen angebaut werden. In der Fabrik zeigen sich dann die einzelnen Prozesse der eigentlichen Destillation. Als erstes werden die Agaven in einem großen Erdofen erhitzt bevor sie zerkleinert und wochenlang eingelagert werden. Anschließen erfolgt das Destillieren zum puren Mezcal.

Bei der Degustation kann man sich aus der Vielzahl der Möglichkeiten bis zu vier Sorten aussuchen. Ähnlich wie bei den meisten Verkostungen wird auch bei der Mezcalprobe der edle Tropfen vorerst länger im Mund behalten und nicht direkt geschluckt. Dies garantiert die volle Geschmacksentfaltung und einen unvergleichlichen Genuss. Dazu gibt es typische Speisen aus der mexikanischen Küche, die den Tag bei der Familie Minero absolut abrunden.

Auf den Spuren von Käse und Wein in Querétaro

Mexiko gehört vielleicht nicht zu den größten Weinproduzenten der Welt. Dafür zählen die wenigen bekannten Weine mit zu den schmackhaftesten Tropfen auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Die ersten Reben brachten die spanischen Missionare im 16. Jh. mit ins Land, worauf sich eine der längsten Weinanbautraditionen in Lateinamerika entwickelte.

Zunächst hat man einheimische Reben benutzt, bevor man auf die importierten Trauben aus Europa zurückgegriffen hat. Später hat man diese aber an die mexikanischen Bedingungen angepasst, um die Qualität zu verbessern. Dadurch mussten keine weiteren Trauben mehr importiert werden. Heutzutage gibt es hervorragende mexikanische Weine, die zwar nicht in großen Mengen produziert und auch kaum exportiert werden, aber durchaus mit den Weinen auf dem internationalen Weltmarkt konkurrieren können.

Das mit Sicherheit wichtigste Weinanbaugebiet Mexikos liegt in Baja California. Das kulinarisch Interessanteste befindet sich allerdings im Bundesstaat Queretaro. In den Ortschaften Tequisquiapan und Ezquiel Montes werden alljährlich hochwertige Qualitätsweine produziert. Ausgiebige Besichtigungen der Weinkellereien sind stets ein besonderes Erlebnis. Die in Tequisquiapan organisierte „Feria del Vino y Queso“ ist dabei das Highlight in der Saison. Hier treffen edle Tropfen auf wahrlich kulinarische Gaumenfreuden. Wein- und Käseproduzenten aus der Region als auch aus ganz Mexiko, Südamerika und Europa stellen während dieser drei Tage ihre Spezialitäten vor.

Der Route zu folgen empfiehlt sich jedoch auch außerhalb der Festtage. Einen Ausflug durch die queretanische Halbwüste inkl. einer Besichtigung der Weinberge, sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Entdecken Sie die besten Weine und Käsesorten auf der „Ruta des Queso & Vino“.

Nicht-alkoholische mexikanische Getränke

Zum Essen trinkt man jedoch meist nichtalkoholische mexikanische Getränke wie verschiedene frische Fruchtsäfte oder „aguas frescas“ (Fruchtsäfte mit Wasser gemischt). Aber auch „hurchatas“ (süßliches Reisgetränk) oder „Atole“ (süßliches Maisgetränk) ist bei den Mexikanern sehr beliebt.

Für Kaffeetrinker ist der Kaffee aus dem Hochland in der Region Chiapas zu empfehlen. Probieren sollten Sie den „café de olla“, der mit Zimt, Rohrzucker und anderen Gewürzen im Tontopf zubereitet wird.

Zu den ältesten mexikanischen Getränken gehört der Kakao. Mexiko gilt als Ursprungsland dieser schokoladigen Köstlichkeit. Hier werden heute immer noch verschiedenste Varianten des beliebten Getränks hergestellt.

Hinweis unserer Experten: Zum Wohle ihrer Gesundheit sollten Sie kein Leitungswasser trinken und darauf achten, wie Speisen oder mexikanische Getränke zubereitet werden.

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