Frau der indigenen Ethnie der Tarahumara, Mexiko

Mexiko Knigge – Verhalten als Reisender

Mexikaner sind sehr herzliche, gastfreundliche und äußerst höfliche Menschen.

Wie auch in jedem anderen Land, sind die Einheimischen umso herzlicher, offener und gastfreundlicher, je mehr sie merken, dass sich ein Reisender an ihre Gepflogenheiten anzupassen versucht.

Grundsätzlich gilt: Zeigen Sie Respekt für die Bräuche und Riten der indigenen Bevölkerung!

Kommunikation mit Einheimischen

Die herzliche, gastfreundliche und höfliche Art der Einheimischen erwarten diese im Gegenzug auch von den ausländischen Touristen in bestimmtem Maß. Das bedeutet, dass man beispielsweise die wichtigsten Floskeln wie „por favor“ (bitte), „gracias“ (danke), „buenos días“ (Guten Tag), „buenas tardes“ (guten Nachmittag) oder „con permiso“ (mit Erlaubnis) kennen und anwenden sollte. Direktheit durch „Si“ oder „No“ wird meist vermieden und eher durch viele Floskeln oder Verniedlichungen ersetzt.

Im Mexiko wird grundsätzlich nicht gedrängelt. Falls man sich doch zu nah kommt, sagt man „¡Con permiso!“ (etwa „Gestatten Sie“).

Bei Einladungen sollten man mindestens das zweite Mal Fragen abwarten, bevor man dies als ernste Sache ansieht.

Gespräche über politische Themen oder aktuelle Probleme Mexikos sollte man erst einmal vermeiden, da sich manche Mexikaner dadurch in ihrem Nationalstolz angegriffen fühlen könnten.

Pünktlichkeit

Pünktlichkeit so wie wir sie kennen, liegt den Mexikanern nicht im Blut. Zeigen Sie sich dennoch sehr geduldig, denn Ungeduld ist nicht gern gesehen. „Mañana es otro día“ (morgen ist auch noch ein Tag) hört man von der mexikanischen Bevölkerung öfter. Das Zeitgefühl ist einfach ein anderes. Bei Einladungen ist es manchmal sogar höflicher eine halbe Stunde später als verabredet anzukommen.

Verhalten bei Polizeikontrollen

Sollten Sie mit dem Auto unterwegs sein, planen Sie ein kleines Extrabudget für die „mordidas“ an Beamte ein. Sollte ein Polizist sie bestrafen wollen, warten Sie, bis er Ihnen anbietet dies schneller und einfacher zu lösen. Davon haben beide Seiten etwas. Machen Sie ein solches Angebot allerdings nie von sich aus! In Mexiko gilt dies nicht als Bestechungsgeld, sondern verbessert das schlechte Gehalt der Beamten etwas, verkürzt die Bearbeitungszeiten auf den Ämtern und die Reisenden kommen sicher auch besser weg. Vermeiden Sie in jedem Fall Aggressivität oder Aussagen, die an der Ehre der Ihnen gegenüberstehenden Person kratzen könnten!

Trinkgeld

Das Trinkgeld ist für viele Mexikaner in der Dienstleistungsbranche ein wichtiger Teil ihres Einkommens, wenn nicht gar der Einzige. In Restaurants ist ein Trinkgeld von 10 bis 15 % üblich, zumindest in den Feriengebieten. In Touristenzentren ist oftmals der „servicio“ (auch bekannt als „propina“ oder „Tips“) bereits auf der Rechnung mit ausgeschrieben. Im Zweifelsfall fragt mach beim Personal einfach nochmal nach.

Gepäckträger sowie Zimmerpersonal sollten einen kleinen Obolus von etwa 1 US$ erhalten.

Auch bei Parkplatzwächtern, dem Tankwart oder dem freundlichen Rezeptionisten können Sie ruhig eine kleine Aufmerksamkeit geben.

Im Allgemeinen gilt: sind Sie mit einem Service zufrieden, so sollten Sie sich auch dankbar zeigen.

Taxifahrer erwarten hingegen kein Trinkgeld, es sei denn, er hat Ihnen einen besonderen Dienst erwiesen. Normalerweise wird der Betrag lediglich aufgerundet.

Filmen & Fotografieren

Mexiko bietet eine Menge wundervolle Motive für Film- und Fotobegeisterte. Man sollte jedoch auch beim Filmen & Fotografieren in Mexiko einige Regeln beachten!

In Museen, archäologischen oder historischen Stätten benötigt man immer eine Erlaubnis. Entweder es wird an der Kasse eine Gebühr von etwa 30 Pesos verlangt. Manchmal benötigen Sie eine offizielle Genehmigung der INAH (Instituto Nacional de Antropología e História), um Blitzlicht und Stativ zu nutzen oder es ist gar gänzlich verboten Aufnahmen zu machen.

Selbstverständlich verlockt es, die Einheimischen zu fotografieren. Hierbei sollte man allerdings vorsichtig sein! Die meisten, vor allem unter der indianischen Bevölkerung im Gebiet Chiapas, lassen nur sehr ungern Fotos von sich und ihrem Lebensraum machen. Gelegentlich reagieren Sie auch aggressiv, wenn fotografiert wird. Bitten Sie daher vorher immer um Einwilligung! Auch heimliche Aufnahmen, gar bei religiösen Feierlichkeiten oder in Kirchen, sollte man tunlichst unterlassen!

Wie auch in vielen anderen Ländern, dürfen militärische Anlagen, Sicherheitszonen an Flughäfen oder andere staatliche Institutionen nicht fotografiert werden!

Handeln

Heutzutage wird in Mexiko weniger gehandelt als früher. Bei Ständen und auf Märkten in Mexiko können Sie jedoch gern ihr Handelsgeschick probieren, teilweise wird es sogar gewünscht oder vorausgesetzt.

Versuchen Sie immer erst einmal einen niedrigeren Preis anzugeben. Irgendwann werden Sie sich in der Mitte treffen und beide Parteien sind zufrieden. Der „gringo“ (Tourist) zahlt oft grundsätzlich mehr als die Einheimischen, weshalb man erst einmal beobachten sollte, was diese zahlen. Sagt der Verkäufer „con rebeja“, so können Sie handeln, gibt es jedoch „precios fijos“, so steht der Preis bereits fest.

Obwohl einige Sachen, vor allem in Touristenzentren, wirklich überteuert sind, sollten Sie andernorts hingegen Ihre Wertvorstellungen nicht zu gering halten. Denn damit vernichten Sie möglicherweise das Einkommen oder gar die Existenz der ärmeren Marktfrauen. Seien Sie fair oder sehen Sie sich gar woanders um.

Auch bei Taxifahrten kann man handeln. Besser ist es jedoch vorher einen Preis mit dem Fahrer zu vereinbaren.

Alkohol und Drogen

Auf Drogenbesitz steht eine Strafe von mindestens 10 Jahren Haft! Vermeiden Sie also auf Ihrer Mexiko Reise mit Drogen in Kontakt zu kommen!

Auch das Trinken von Alkohol in der Öffentlichkeit ist streng verboten!

Kleidung

Allgemein sollte die Kleidung auf Ihrer Packliste natürlich Ihrer Reiseart und dem Zielgebiet angepasst sein. Die richtige Kleidung für Mexiko hängt davon ab, wie lange und wohin man in Mexiko reist: leichte, legere Kleidung für die heißen Küstenregionen, besonders zwischen April und September. In den höheren Lagen sollte man immer, egal ob zur Regen- oder Trockenzeit, wärmere Kleidung bei sich haben, zumindest für die Nächte. Während der Regenzeit sollten Sie auch an Regenschutz denken.

Das äußere Erscheinungsbild ist bei Mexikanern ausgesprochen wichtig, weshalb man neben der Funktion der Kleidung auch unbedingt auf seinen Kleidungsstil achten sollte! Um die Sitten und Gebräuche des Landes zu respektieren, sollte man sich auch mit der Kleidung anpassen: leger in der Hotelanlage, deutlich formeller außerhalb der Anlage. Frauen sollten möglichst keine Shorts, ärmellose Oberteile oder tiefe Ausschnitte tragen, auch, um Anmachen aus dem Weg zu gehen. „Oben ohne“ am Strand oder Pool wird zwar in einigen Hotelanlagen mittlerweile toleriert, gilt in Mexiko aber dennoch als sehr anstößig und sollte außerhalb der Hotelanlage unterlassen werden. Frauen können sich „sexy“ anziehen, dennoch nie zu viel nackte Haut zeigen.

Bei einer Reise ins Landesinnere, vor allem bei Kontakt mit Indigenen, sollten auch Männer keine kurzen Hosen tragen. In Hotels und Restaurants gehobener Kategorie tragen Männer oft auch Jackett und Krawatte.

Kirchen dürfen schulterfrei, mit kurzen Hosen und Schlappen nicht betreten werden.

Nachhaltiges Reisen

Mexiko ist ein Land, das immer mehr Besucher aus der ganzen Welt in seinen Bann zieht. Genug Argumente für einen aufregenden, einzigartigen und unvergesslichen Aufenthalt hat das Land allemal. Doch um die Schönheit des Landes, seine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt, die verschiedenen eindrucksvollen Landschaften und Regionen, sowie die Kultur der Bevölkerung nicht zu zerstören, rückt das Thema Umweltschutz auch in Mexiko immer mehr in den Mittelpunkt.

Tourismus schließt den Schutz der Umwelt nicht aus.

Auch als Reisender sollten Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst werden. Sie haben die einmalige Gelegenheit die mexikanische Schönheit zu erleben und diese sollten Sie möglichst so behandeln, dass auch nachfolgende Generationen eine wunderschöne Welt vorfinden.

Befolgen Sie die Regeln in Naturschutzgebieten, achten Sie die Kunst und Kultur des Landes, unterstützen Sie die regionale Wirtschaft und begegnen Sie den Menschen so wie Sie wünschen empfangen zu werden.

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