Aussicht auf den bis zu 1879m tiefen Urique Canyon, Mexiko

Kriminalität in Mexiko

Leider stehen auch heute noch Kriminalität, Drogenhandel, illegale Auswanderung in die USA, Korruption und andere Probleme auf der Tagesordnung von Mexiko. Und auch wenn die Kriminalitätsrate Mexikos noch sehr hoch ist, sind Touristen und Reisende von all diesen Risiken kaum betroffen.

In Mexiko-Stadt werden täglich mehrere Hundert Delikte gemeldet.

Wenn nicht unbedingt notwendig, wird von Reisen in Städte im Norden wie Tijuana, Ciudad Juarez und besonders Monterrey abgeraten. Sollte man sich dennoch in Großstädten aufhalten, dazu gehört natürlich auch Mexiko-Stadt, so ist es ratsam wichtige Vorsichtsmaßnahmen und Sicherheitshinweise zu befolgen, um sich vor Kleinkriminalität oder schwerwiegenderen Überfällen zu schützen. Mit Kleinkriminalität ist gelegentlich auch in den Touristengebieten, wie z. B. Acapulco, zu rechnen. In diesen Orten wird der armen und arbeitslosen Bevölkerung der Reichtum der Ausländer vorgehalten und es kommt vermehrt zu Trick- und Taschendiebstählen.

Drogenhandel in Mexiko

Generell kann man sagen, dass die Verbrechen in Verbindung mit Drogen außerhalb der Touristenzentren stattfinden. Informieren Sie sich jedoch immer vorher, wie sich die aktuelle

Sicherheitslage der von ihnen bereisten Region Mexikos gestaltet.

Mehr Informationen zum Drogenhandel in Mexiko

Der Drogenhandel ist leider immer noch stark in Mexiko verbreitet.

Das Land ist seit jeher ein bedeutender Umschlagplatz für Drogen. In den achtziger Jahren verstärkte sich der Handel über Mexiko, da Razzien auf kolumbianische Drogenschiffe den Weg von Kolumbien aus erschwerten und man sich daraufhin für den Landweg entschied.

Es heißt, dass fast 90% des in den USA konsumierten Kokains, aber auch tonnenweise Marihuana, Methamphitamine und Heroin aus Mexiko stammen. Derzeit gibt es sieben mächtige Drogenkartelle, sowie weitere kleinere Drogenbanden, die untereinander um die begehrten Schmuggelrouten kämpfen. Dieser Kampf, sowie die heftigen Auseinandersetzungen mit der Regierung kann man mittlerweile durchaus als „Drogenkrieg“ bezeichnen. Unter der Führung des aktuellen Präsidenten Caldéron werden seit 2006 verstärkt militärische Gruppen und Polizisten eingesetzt, um gegen die Drogenkartelle und –banden vorzugehen. Leider hört man immer wieder, dass auch Politiker oder Polizisten in die Machenschaften verwickelt sind und sich bestechen lassen, was den Prozess erschwert.

Die größten Drogenkartelle in Mexiko

Die größten Drogenkartelle sind das Pazifik- bzw. Tijuana-Kartell, das Juárez-Kartell, das Golf-Kartell und das Sinaloa-Kartell. In den letzten Jahren haben außerdem das Beltrán-Leyva-Kartell, La Familia Michoacana und Los Zetas an Macht gewonnen. Teilweise verbünden sich diese untereinander, um gegen die anderen noch stärker zu sein.

Vor allem in den Grenzregionen zur USA übernehmen die Drogenbanden die territoriale Herrschaft. In den USA können sie für den Kampf auch hochmoderne Schusswaffen kaufen.

Der innerstaatliche Drogenkrieg hat bereits mehrere Zehntausend Opfer gefordert, Tendenz steigend. Die meisten sind Angehörige der Drogenkartelle. Es sterben allerdings auch Militärangehörige, Polizisten oder in der Justiz tätige Personen. Zunehmend gehen die Angriffe auch gegen Medienvertreter oder andere Zivilpersonen.

Konsequenzen für den Handel & Besitz von Drogen

Inzwischen verdienen die Drogenkartelle in knapp 50 Ländern ihr Geld. Dabei handeln sie nicht mehr nur mit Drogen, sondern betreiben auch Menschenhandel, Produktpiraterie, Waffenschmuggel, Auftragsmorde, Erpressungen, Entführungen, Prostitution und andere schwere Verbrechen. Auch Kinder werden immer häufiger in die kriminellen Machenschaften einbezogen. Mehr und mehr setzt die Regierung deshalb nicht mehr nur auf Verstärkung der Sicherheit, sondern investiert auch in Bildung, Gesundheit und Sozialarbeit, um die Armutsverhältnisse der Zivilbevölkerung zu bessern und sie so zu stärken. Da der Drogenhandel stark mit der USA zusammenhängt, beteiligt sich diese ebenfalls im Kampf gegen die Drogen.

Derzeit wird jegliche Form von Drogenbesitz mit mindestens 10 Jahren Freiheitsstrafe geahndet. In den letzten Jahren wurde in der mexikanischen Regierung debattiert, ob man Drogensüchtige anders behandeln sollte und der Besitz geringer Mengen an Drogen legal sein soll. Diese Diskussionen wurden heftig kritisiert – innerhalb Mexikos, aber vor allem auch international.

Unser Tipp: Damit Ihnen keine Drogen oder kriminelle Machenschaften untergejubelt werden, achten Sie immer auf ihr Gepäck und ihr Verhalten (z. B. Wertsachen nicht offen zeigen und Themen in Richtung Politik und Drogen vermeiden). Die Sicherheit in touristischen Gebieten nimmt seitens der Regierung einen hohen Stellenwert ein.

Die Grenze zwischen Mexiko und den USA

Es ist eher unwahrscheinlich, dass Touristen in den bestehenden Grenz-Konflikt  einbezogen werden. Die Einreise nach Mexiko bzw. ebenfalls die Ausreise von Mexiko kann demzufolge auch über die mexikanisch-amerikanische Grenze erfolgen. Allerdings sollte man sich so wenig wie möglich in den Grenzstädten aufhalten. Sehenswürdigkeiten sind hier sowieso nur beschränkt vorhanden. Seien Sie dabei besonders zurückhaltend. Sprechen Sie vor Ort niemanden auf die bestehenden Konflikte an und halten Sie sich fern von Drogen oder Menschen, die mit Drogen zu tun haben!

Mehr Informationen zur Grenze zwischen Mexiko und den USA

Zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den Vereinigten Staaten von Mexiko verläuft eine 3.141 km lange Grenze. Sie führt vom Pazifik bis an die Golfküste während sie dabei die unterschiedlichsten Landschaften durchquert. Es ist eine der am häufigsten überquerten Grenzen der Welt.

Leider gibt es bekannterweise unzählige illegale Versuche, seitens der mexikanischen Bevölkerung, die Grenze hinter sich zu lassen und ein neues Leben im erfolgversprechenden Nachbarland zu beginnen. Jedes Jahr versuchen Tausende Migranten aus Lateinamerika, getrieben von dem Wunsch nach Arbeit, höheren Löhnen, besseren Lebensbedingungen oder der Flucht vor Bürgerkriegen, die Absperrung zum „goldenen Land“ nach den verschiedensten Methoden zu überwinden. Jedes Jahr sterben dabei Hunderte von Menschen. Sie verdursten, ertrinken oder fallen gefährlichen Überquerungsversuchen zum Opfer.

Maßnahmen der Regierung gegen illegale Grenzübergänge

Die Regierungen der beiden Länder möchten die Lage verbessern. Bereits in den Achtzigern entwarf die USA neue Gesetze, welche die Einwanderungsbedingungen strenger werden ließ und verstärkte zudem die Grenzkontrollen mit der Border Patrol (Grenzpolizei). Seit den neunziger Jahren verschlechterte sich die Lage für Migranten weiter: Einwanderungskontingente wurden gekürzt, Personen, die sich ohne Dokumente in den USA aufhielten wurden abgeschoben und das Budget für Grenzkontrollen und Sicherung der Grenze erhöhte sich um ein Vielfaches. 1993 begann man seitens der USA mit dem Bau einer Mauer. 2006 wurde der „Secure Fence Act of 2006“ (Sicherheitszaungesetz) unter Präsident George W. Bush verabschiedet. Daraufhin wurde der Zaun weiter ausgebaut und verstärkt. Grenzkontrollen, sowie die Zahl an Grenzbeamten wurden nochmals erhöht. Ausgefeilte Technologien wurden zur intensiven Absicherung mit einbezogen. Dies betrifft vor allem die Übergänge der Großstädte Tijuana – San Diego, Ciudad Juarez – El Paso, sowie Matamoros – Brownsville. Inzwischen muss man die lebensgefährlichen Wüsten durchqueren, um dem „sueño americano“ (amerikanischen Traum) näher zu kommen. Ein Artikel über das Leben in Tijuana, an der amerikanisch-mexikanischen Grenze (Juni 2013) aus der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ beschreibt die gefährlichen Grenzübergänge Flüchtiger. Die Stadt Tijuana ist per Fuß von San Diego/ USA aus bequem zu erreichen.

Ergebnisse der bisherigen Maßnahmen

Auch seitens der mexikanischen Regierung will man gegen die schrecklichen Bedingungen entlang der Grenze antreten. Militär wird verstärkt gegen ansässige Kartelle sowie korrupte Polizisten eingesetzt. Teilweise schürt es das Ausmaß des Konflikts jedoch nur. Die Macht der Gangster wird größer und der Staat kapituliert.

Mit dem Bau der Mauer und dem Aufrüsten an Grenzbeamten, hat man das Gefühl, die Situation verschlechtere sich nur mehr – alles im Grenzgebiet wird teurer und gefährlicher, mehr Menschen sterben. Es gibt zahlreiche kritische Stimmen, die sich gegen die ergriffenen Maßnahmen aussprechen. Leider gibt es jedoch auch wenige Ideen, die einfacher, effektiver, günstiger und weniger gefährlich wären.

Die Grenze stellt eine Zerreißprobe dar – für die Länder und deren Bewohner. Die Kriminalitätsrate in den Grenzgebieten steigt stetig an. Morde, Gewalt, Drogen- und Waffenhandel, Prostitution, Menschenhandel oder Heimatlosigkeit stehen an der Tagesordnung. Hier wird mit allen Mitteln um Reichtum, gegen Armut, um Anerkennung aber auch Identität und Zugehörigkeit gekämpft.

Die Facetten der Grenze

Vor allem in wirtschaftlicher Hinsicht ist die Grenze zwischen Mexiko und den USA ein Fluch, aber auch ein Segen.

Ciudad Juárez ist eine der wichtigsten Städte für den Drogen- und Menschenhandel. An diesem Ort werden etwa 90 Prozent des aus Lateinamerika kommenden Kokains in die USA geschleust. Im Gegenzug dafür werden Waffen, dank lockerer Waffengesetze, aus Texas oder Arizona täglich ins Nachbarland verschifft.

Ständig werden neue Debatten geführt bzw. neue Gesetze verabschiedet und die Zusammenarbeit zwischen mexikanischer und US-amerikanischer Regierungen erhöht. Aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeit Mexikos von den USA, ist dessen Kooperationsbereitschaft zum Kampf gegen illegale Einwanderer garantiert und das, obwohl die Auswanderung gleichzeitig als „ökonomisches und soziales Ventil“ den Arbeitsmarkt in Mexiko deutlich entspannt. Von beiden Seiten wurden bereits Milliarden in diesen Kampf investiert.

Doch nicht nur die Mexikaner tragen Schuld an diesem blutigen Kampf. Auch die USA muss sich eingestehen einen wesentlichen Teil dazu beizutragen: es herrscht eine unersättliche Nachfrage nach Drogen, hauptsächlich Kokain, Marihuana und Amphetaminen. Der Waffenschmuggel über die Grenze wird nicht ausreichend unterbunden, was zum täglichen Tod von Polizisten, Soldaten und Zivilisten führt.

Vorteile der Grenze

Die Geschäfte der „maquilas“ florieren. Dies sind Fabriken internationaler Konzerne auf mexikanischer Seite. Sie leben von den Billigarbeitskräften, die die Waren fertigen, welche dann über die nahegelegene Grenze verkauft werden. Außerdem gelten die Grenzstädte als Vergnügungszentren, Spielhöllen und billige Einkaufsmöglichkeiten für Mexikaner und US-Amerikaner gleichermaßen. Professionelle mexikanische Schieber, sogenannte „Coyotes“, verdienen sich eine goldene Nase am Drogen- und Menschenhandel. Die Grenzregionen Mexikos bieten die höchsten Gehälter, die geringste Arbeitslosenrate und die geringste Armut, obwohl hier die Analphabetenrate zu den höchsten des Landes gehört. Dennoch bestehen wichtige Gründe für Mexikaner in dieser gefährlichen Region zu leben.

Die USA selbst profitieren ebenfalls von den Einwanderern. Sie dienen als billige Arbeitskräfte, ohne die einige Firmen nur schwer überleben könnten. Besonders in der Landwirtschaft, Gastronomie oder im Baugewerbe sind die hart arbeitenden Einwanderer gern gesehen.

Im Gegensatz dazu sind die „Remesas“, die Geldüberweisungen der Auswanderer an ihre Familien in Mexiko oder anderen lateinamerikanischen Ländern, mittlerweile eine der wichtigsten Devisenquellen dieser Länder geworden.

Mit dem Freihandelsabkommen NAFTA soll die Einwanderungsflut in wirtschaftlicher Hinsicht besser unterbunden werden.

Außerdem stellt die mexikanisch-amerikanische Grenze auch eine Trennlinie zwischen der lateinamerikanischen und der angloamerikanischen Welt dar. Eine Abschottung zwischen erster und dritter Welt. Die Länder selbst, aber auch deren Einwohner sind grundverschieden. Es ist eine Grenze zwischen arm und reich, zwischen Protestanten und Katholiken, aber auch zwischen historisch geprägter und einer Hightech-Gesellschaft. Fast unüberwindbare Unterschiede.

Nachteile der Grenze

Die Würde und Gesundheit der Menschen, z. B. der Frauen und Männer in Ciudad Juárez, sinkt durch Prostitution und Drogenabhängigkeit gewaltig. Aber auch die Angst und damit verbundene Gewaltverbrechen steigen, mittlerweile auch auf amerikanischer Seite.

Einerseits gibt es Mexikaner die einen regelrechten Hass, eine enorme Abneigung gegenüber allem US-Amerikanischen entwickeln, da sie die wirtschaftliche Abhängigkeit Mexikos verfluchen und ihren Stolz immer noch hinsichtlich des einstigen Verlusts mexikanischer Gebiete verletzt sehen. Andererseits schauen zahllose Mexikaner zu US-Bürgern auf. Sie bewundern deren Leistung und Reichtum. Diese wollen auswandern und zumindest für eine bestimmte Zeit in den USA Geld verdienen. Eine Mischung aus Verachtung und Bewunderung.

Im Südwesten der USA leben bereits wieder Millionen von Mexikanern oder anderer lateinamerikanischer Bürger, die ganze Straßen oder gar Stadtviertel hispanisieren und sich so die Gebiete zumindest kulturell zurückerobern. Los Angeles ist nach Mexiko-Stadt die zweitgrößte „mexikanische“ Stadt.

Doch nicht nur die Mexikaner, sondern auch die Amerikaner wissen nicht alles von ihren Nachbarn. Für viele US-Bürger steht Mexiko für Schmutz, Gefahr, wenige schöne, saubere und ungefährlich bereisbare Orte. Trotz allem zieht es viele amerikanische Pensionäre an die Traumstrände Mexikos, die dort ihren Lebensabend verbringen.

Jugendbanden in Mexiko – Die Maras

Touristengebiete oder Reisende selbst sind von den kriminellen Machenschaften der Jugendbanden Mexikos selten betroffen. Um möglichen Gefahren aus dem Weg zu gehen, sollte man sich dennoch vor der Reise über die aktuelle Sicherheitslage der jeweiligen Regionen informieren.

Mehr Informationen zu Jugendbanden in Mexiko

Neben den bestehenden Drogenbanden bzw. Drogenkartellen, gibt es in Mexiko noch weitere aggressive und gewaltbereite Banden. Jugendbanden sind inzwischen zu einem der größten sozialen Probleme Zentralamerikas geworden. Die „Maras“, wie sich die Banden nennen, bestehen zum Großteil aus Jugendlichen, die aus armen Lebensverhältnissen stammen. Schätzungen zufolge befinden sich derzeit mehrere Hunderttausende Jugendliche in solchen Gruppierungen.

Wo finden sich die Jugendbanden?

Die Banden orientieren sich dabei an ihren Vorbildern aus den USA. Die ersten Banden wurden in El Salvador, Honduras und Guatemala gegründet. Hier werden auch heute noch die meisten Verbrechen und die höchsten Mordraten verzeichnet. Später entstanden weitere Gruppierungen in Nicaragua und Mexiko. Mittlerweile findet man sogar schon in europäischen Großstädten wie Madrid oder Barcelona erste Maras.

Ziele und Intentionen der Jugendbanden

Ihr Wissen über das Bandenleben und die damit verbundenen Verbrechen erlernten die lateinamerikanischen Flüchtlinge der Achtziger und Neunziger in den USA, von denen sie bei Straffälligkeit wieder abgeschoben wurden und ihre eigenen „Gangs“ in ihren Herkunftsländer gründeten. Aus der anfänglichen Intention des Schutzes vor anderen Banden oder Älteren wurde schon bald aggressive Gewalt. Heutzutage werden die Banden durch Drogen- und Waffenhandel, Prostitution, Schutzgelderpressungen, Raub und Geiselnahme, also Mafia-ähnlichen Zuständen finanziert.

Die Mitglieder waren früher besonders durch ihre speziellen Tätowierungen gekennzeichnet. Aufgrund der harten Strafe wurde dies allerdings stark eingeschränkt, um nicht sofort erkannt zu werden. Die Gewalt hingegen stieg noch mehr seit den „Anti-Mara-Gesetzen“.

Die Banden selbst leben in stark hierarchischen Strukturen. Der Großteil der Anhänger sind Jungen und Männer. Teilweise sind aber auch bis zu 20% Frauen in den Gruppen vertreten. Ziel der meisten ist es, eine „Familie“ zu finden, „dazu zu gehören“. Wer einmal Mitglied einer Bande war, wird sich nur schwer deren Einfluss wieder entziehen können. Häufig werden Aussteiger als „Verräter“ umgebracht. Auch Kinder werden bereits in die Machenschaften ihrer Eltern mit einbezogen oder leben später als Halb- bzw. Vollwaisen.

Die Mara Salvatrucha und Mara 18

Die wohl Bekanntesten und am meisten Gefürchteten sind „Mara Salvatrucha“ (auch nur Mara, MS oder MS-13 genannt) und Mara 18. Beide gründeten sich in Los Angeles und wurden von den aus den USA abgeschobenen Lateinamerikanern mit in ihre Heimatländer gebracht, wo sie in bereits bestehenden kleineren Banden sehr hohes Ansehen genossen. Neben den genannten Betätigungsfeldern, die auf alle Gruppen zutreffen, liefern sich diese beiden stark verfeindeten Banden täglich einen erbitterten Kampf gegeneinander. Weitere Informationen finden Sie in diesen deutschen Interviews mit drei Ex-Mitgliedern der Mara 18.

Die Killerbande „La Linea“

„La Linea“ ist ein weiteres Beispiel einer Killerbande. Im August 2011 gelang den Behörden Mexikos ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität, indem sie den Chef der Bande, „El Diego“, der mehr als 1.000 Morde angeordnet haben soll, festnehmen konnten. Die Bande agiert ebenfalls im kritischen Norden des Landes und legt sich vor allem mit den dort ansässigen Drogenkartellen an.

Kampf der mexikanischen Regierung gegen Kriminalität im Land

In den Gesellschaften der Länder stoßen die Banden auf Ablehnung und verbreiten Angst in der restlichen Bevölkerung. Die Regierungen versuchen durch Politik der „harten Hand“ gegen die Kriminellen vorzugehen, was allerdings häufig eher das Gegenteil bewirkt. Viele Bandenmitglieder konnten bereits gefasst und bestraft werden. Häufig schürt das den Konflikt allerdings eher und bringt die Banden zu mehr Brutalität.

Noch ist das Ausmaß in Mexiko nicht so groß wie in anderen Ländern Zentralamerikas. Durch die Grenze zu den USA und der damit verbundenen großen Anzahl an Flüchtlingen, die Mexiko passieren, wird auch die Gewalt verstärkt. Steigen Arbeitslosigkeit und Armut, so wird auch die Kriminalität sich weiter erhöhen und vermehrt auf die zivile Bevölkerung treffen. Die Politik der harten Hand gilt weithin als falscher Ansatz und sollte, nach der Meinung vieler Kritiker, durch Unterstützung wie Alphabetisierung, Prävention und Reintegration ersetzt werden.

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