Startseite / Land & Leute / Tier- & Pflanzenwelt

Tiere und Pflanzen Mexikos

Mexiko ist ein Paradies für Naturliebhaber!

Ein beträchtlicher Teil Mexikos, dabei vor allem die südlichen Waldgebiete, zählt zu den „Biodiversitäts-Hotspots“ der Welt. Dies sind Regionen, in denen eine Vielzahl an endemischen Pflanzen- und Tierarten sowie allgemein eine besonders reichhaltige Artenvielfalt vorhanden ist. Solche Regionen sind jedoch meist in besonderem Maße bedroht.

Weltweit steht Mexiko auf dem vierten Platz der Länder mit der größten biologischen Artenvielfalt. Zwischen 60 und 70 Prozent der weltweit bekannten Arten findet man in Mexiko. Einen nicht unwesentlichen Beitrag dazu leistet die Größe des Landes, die verschiedenen Höhenlagen und die damit verbundenen unterschiedlichen Klimazonen, die die Vegetation und Tierwelt in Mexiko so mannigfaltig werden lassen.

Auf einer Mexiko Reise durch das gesamte Land lernt man alle möglichen Ausprägungen an Landschaften kennen: vom tiefgrünen, tropischen Regenwald im Süden, über hohe, teilweise schneebedeckte Berge im zentralen Hochland, bis hin zu ausgedehnten Wüsten und Halbwüsten im Norden. Auch die Tiere Mexikos ändern sich mit der Umgebung: Schwarzbären und Eichhörnchen in den Bergen, Faultiere und Affen im Dschungel, Echsen und Schlangen in den Wüsten sowie zahlreiche Vogelarten und unzählige Meerestiere an den Küsten.

Die Artenvielfalt an Pflanzen in Mexiko

Die Pflanzenwelt Mexikos ist vielfältig und artenreich. Etwa 30.000 Spezies wurden bisher entdeckt. Darunter zählen mehrere Tausend gesetzlich geschützte Arten, aber auch eine Vielzahl an endemischen Pflanzen.

Viele der europäischen Nutzpflanzen, wie z.B. Tomaten, Nüsse, Kartoffeln, Schokolade oder Vanille wurde aus Mexiko eingeführt. Auch viele der nach Europa importierten exotischen Früchte stammen ursprünglich aus Mexiko.

Mexiko ist besonders bekannt für seinen Reichtum an Kakteen. Diese prägen auch einen Großteil des Landschaftsbildes. Von den weltweit bekannten 6.000 Kakteenarten, kommen 4.000 in Mexiko vor. Die über 300 Agavenarten werden, nach dem beliebten Mais, von den Mexikanern am meisten verehrt. Schon immer waren die Kakteen auch Nutzpflanzen: für Speisen und Getränke, als Baumaterial, zur Herstellung von Papier und Fasern oder für Nadeln und Pfeilspitzen. Der Nopalkaktus (Feigenkaktus) gilt als Wahrzeichen Mexikos. Im Norden des Landes findet man den Kandelaberkaktus, eine Art, die eine Höhe von 15 m erreichen kann und deren Stamm bis zu 70 cm dick wird. Der Peyotl-Kaktus war schon bei den Ureinwohnern für seine berauschende Wirkung bekannt. Allgemein gilt ein striktes Exportverbot für Kakteen!

Die Flora des Landes verändert sich mit den verschiedenen Höhenlagen und den dadurch entstehenden Vegetationszonen. Trotz bedrohender Eingriffe durch Brandrodung, Land- und Viehwirtschaft, Nutzholzverwertung oder Ableitung von Flüssen, gibt es in Mexiko noch große Waldgebiete. Die Baumgrenze liegt bei 4.000 m.

Der Süden des Landes ist von immergrünem tropischem Regenwald bedeckt. Hier finden sich Edelhölzer wie Mahagoni oder der Latex liefernde Chicle- bzw. Zapote-Baum. Im Bundesstaat Chiapas kann man ebenfalls durch mystische Nebelwälder ziehen. Weite Teile der Halbinsel Yucatán sowie die südliche Golfküste sind hingegen von Trockenwäldern und einer Dornstrauchsavanne geprägt. Es wachsen Farne, Bambus, Mangroven, Orchideen sowie verschiedenste Schlingpflanzen. Im Zentralen Hochland begegnet man eher einer Gras- und Strauchsteppe mit unzähligen Kakteenarten, Agaven, Yuccapalmen und Mesquitengewächse, die bis in den Norden reichen. Die das Hochland umgebenden Sierras beherbergen hingegen Laub- und Nadelwälder mit Eichen, Kiefern, Eukalyptus oder Wachholder. Zu den Küsten hin gehen diese wiederum in Regenwald über. In den Bergregionen wächst außerdem der Nationalbaum des Landes: der Ahuehuete.

Im äußersten Norden des Landes, aber vor allem auch in Baja California, befinden sich die ausgedehnten Wüsten und Halbwüsten Mexikos. Sie gehören zu den artenreichsten Wüsten der Welt. Zahlreiche Sukkulenten haben sich an die extreme Trockenheit angepasst und bilden eine einzigartige Landschaft. Besonders reizvoll sind die wunderschön blühenden Bäume. Sobald die ersten Regentropfen im Frühjahr fallen, beleben Flamboyant-, Trompeten-, Magnolien-, Oleander- und Hibiskusbäume das Landschaftsbild.

Artenreiche Welt der Tiere in Mexiko

Eine ausgesprochen große Vielfalt findet man auch in der Tierwelt Mexikos. Diese vereint in Mexiko Tiere aus Nord- und Südamerika. Mexiko steht weltweit an erster Stelle bei der Anzahl an Reptilienarten, an zweiter bei Säugetierarten, sowie an vierter Stelle bei den Amphibien.

Säugetiere

Die Lebensräume der verschiedenen Spezies verteilen sich über das ganze Land. In den milderen gemäßigten Zonen der Bergregionen, aber auch im Dschungel, leben Wölfe, Kojoten, Pumas, Schwarzbären, Jaguare, aber auch verschiedene Affenarten, u.a. Brüll- und Spinnenaffen, sowie Hirsche, Dachse, Wildschweine, Luchse, Waschbären oder Tapire.

Reptilien

In den Feuchtgebieten im Süden des Landes leben überwiegend Reptilien wie Alligatoren und Krokodile, Großechsen, Kleinechsen und Leguane, sowie Schildkröten, aber auch Amphibien wie Frösche, Kröten oder Schlangen. Auch der trockene Norden wird von Reptilien bevölkert, besonders von Schlangen. Mexiko beherbergt die meisten Schlangenarten der Welt. Darunter befinden sich leider auch giftige Arten wie Klapperschlangen, Korallennattern, Lanzenotter oder Buschmeister. Auch die Würgeschlange Boa constrictor ist hier zu finden. Von den mehreren hundert Arten ist der Großteil jedoch ungefährlich. In den trockenen Landesteilen leben auch Skorpione. Überprüfen Sie bei Übernachtungen ihre Kleidung, Schuhe und Taschen sorgfältig, da ein Stich durch einen Skorpion sehr gefährlich sein kann.

Insekten und Spinnentiere

Allgemein gibt es auch in Mexiko eine Vielzahl an Insekten und Spinnentieren. Dazu gehören auch Fliegen, Mücken oder Zecken, gegen welche man sich besonders schützen sollte. Die Vogelspinne und die Schwarze Witwe sind giftige Spinnenarten. Auch ein Biss der roten Ameise kann sehr schmerzhaft sein.

Schmetterlinge

Ein wunderschönes Schauspiel hingegen bieten die Schmetterlinge aller Arten und Farben. Besonders reizend sind der Monarch oder der Morpho. Das Schutzgebiet „Reserva Mariposa Monarca“ in Michoacán bietet während der Winterzeit die besten Möglichkeiten diese Tiere in Mexiko zu bewundern.

Vögel

Die Vogelwelt Mexikos ist ebenfalls bunt und mannigfaltig. Mexiko steht hier auf siebter Stelle weltweit. Seit jeher haben zahlreiche Vögel bei den Einwohnern eine mythische Bedeutung. Mit ihren verschiedenen Ursprüngen aus Nord- und Südamerika, begegnet man in Mexiko majestätischen Adlern, Geiern, Bussarden oder Reihern, aber auch Papageien, Kolibris, Tukanen, Flamingos und Kormoranen, Pelikane, sowie weitere Wasser- und Sumpfvögel. Gleichzeitig sind es über 200 Zugvogelarten, die in Mexiko überwintern. Darunter der Specht, Wildgänse, Möwen, Schwalben, Wachteln oder Rebhühner.

Meerestiere

Ein besonderes Highlight Mexikos sind die Grauwale, die im Winter bis ins Frühjahr in die warmen, seichten Küstengewässer vor Baja California kommen, um zu kalben. Nicht nur die Wale, sondern auch Delphine, Seelöwen, Meeresschildkröten und Hunderte andere Süß- und Salzwasserfische bevölkern die Gewässer Mexikos und lohnen einen Ausflug zur Erkundung der Meerestierwelt. Es ist verboten präparierte Tiere aus Mexiko aus- bzw. in Deutschland einzuführen!

Schutz der Tiere und Pflanzen in Mexiko

Die Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen in Mexiko ist bedroht. Durch Jagd oder Veränderung ihres Lebensraumes (Umweltverschmutzung, Abholzung, Abwasser, Ableitung von Flüssen, Klimawandel, Verstädterung, etc.) sind bereits einige Arten ausgestorben und mehrere Hundert vom Aussterben bedroht. Verschiedene Organisationen, aber auch das Land und die Mexikaner selbst, setzen sich für den Schutz der natürlichen Lebensräume ein.

Verschiedene Schutzgebiete wurden erschaffen. Es sollen Weitere folgen. Bei den Mexikanern soll mehr Verantwortung hervorgerufen werden. Aber auch bei den Touristen soll das Bewusstsein für die Natur Mexikos geschärft werden. Ökotourismus in Mexiko soll hierfür ein vorausschauender Ansatz sein.

Beobachten Sie Grauwale in ihren natürlichen Lebensräumen in Baja California, Mexiko:

– Anzeige –

Mexiko

Baja California
11 Tage Naturreise

  • Mehrere Bootsfahrten zur Grauwalbeobachtung
  • Wanderung am Fuße des aktiven Vulkans „Volcan Las Tres Virgenes“
  • Malerische Sonnenuntergänge in der Bucht von La Paz
ab 1890 EUR