Mexiko-Stadt

Die Hauptstadt Mexikos, Mexiko-Stadt (auch Mexico City oder México D.F. bzw. Ciudad de México genannt), liegt im Zentrum des Landes auf etwa 2200 m Höhe in einem Talkessel, umgeben von gigantischen Bergketten. Die Metropole selbst hat fast neun Millionen Einwohner, die gesamte Metropolregion etwa 28 Millionen. Somit zählt sie zu den größten Agglomerationen der Erde. Der Ballungsraum bildet einen eigenen Bundesstaat, den Distrito Federal (D.F.). Heute wächst die Stadt mehr durch Zuwanderung als durch Geburten. Viele Familien wandern auch zum Schutz ihrer Gesundheit ab. Dies geschieht jedoch nur langsam, folglich wird Mexiko-Stadt sicher noch einige Jahre zu den bevölkerungsreichsten Städten der Erde gehören.

Mexico City ist aber auch eine der dynamischsten Städte der Welt: Es herrscht eine besondere Verbindung zwischen alten und neuen Kulturen, sie ist pulsierend, weltoffen, stickig, kriminell, arm und reich gleichermaßen, modern, geschäftig, belebt, kulturell oder belebend. Mexiko-Stadt gilt immer noch als „Sonne Mexikos“ und ist somit ein Muss einer jeden Reise nach Mexiko! Wie alle lateinamerikanischen Hauptstädte ist auch Mexiko-Stadt das wirtschaftliche, politische, soziale und kulturelle Zentrum des Landes. Hier finden die verschiedenen Kulturen der Region aus Vergangenheit und Gegenwart zusammen. Außerdem ist sie der Hauptverkehrsknotenpunkt sowie mit zahlreichen Universitäten und Hochschulen das Bildungszentrum des Landes. Es ist eine Mega-City, die fast aus allen Nähten platzt und dennoch hat jede „colonia“ ihre Eigenheiten, wie ein kleines Dorf.

Das Klima in Mexiko ist gemäßigt. Der Winter ist mild, der Sommer ebenso, nur regenreicher. Nachts kann es kalt werden. Deshalb sollten Sie auch hier lieber längere Kleidung dabei haben. Eine aktuelle Vorhersage für das Wetter in Mexico City erhalten Sie auf www.wetter.com.


Geschichte von Mexiko-Stadt

Bereits vor der spanischen Eroberung lag genau an der Stelle, wo wir heute Mexiko-Stadt finden, die Hauptstadt Mexikos: Tenochtitlán, der Lebensmittelpunkt des aztekischen Reiches. Erbaut wurde diese auf dem ausgetrockneten Texcoco-See. Somit gehört sie zu den ältesten Städten der neuen Welt. Von der Geschichte sowie vorangegangenen und daraus entstandenen Kulturen gibt es noch jede Menge zu sehen. Als Reisender kann man Wochen mit der Besichtigung der Museen, der Denkmäler, der Heiligtümer, Prachtbauten und Ausgrabungsstätten zubringen.


Der Zócalo

Der Zócalo, wie hier der Hauptplatz („Plaza de la Constitución“)genannt wird, bildet den Mittelpunkt des historischen Zentrums. Er ist der zweitgrößter Platz der Welt und von bedeutenden Gebäuden umgeben. Darunter befindet sich z. B. die Kathedrale, in der zu jeder Zeit Gottesdienste abgehalten werden, die jedoch immer mehr gegen das Absinken ihrer Grundmauern zu kämpfen hat, aber auch der Nationalpalast bzw. Präsidentenpalast. Weiterhin bekannt und sehenswert ist der wunderschöne Murales, eine Wandmalerei im öffentlichen Raum, zur mexikanischen Geschichte von Diego Riveras. Hier findet man auch die Ausgrabungsstätte sowie das dazugehörige Museum des „Templo Mayor“ mit den Überresten der Aztekenstadt Tenochtitlán. Sie wurde von den Spaniern zerstört, und erst 1978 wurden durch einen Zufall die Ruinen wiederentdeckt. Diese Stelle wird auch als Platz der drei Kulturen bezeichnet: Ruinen von Tenochtitlán, ein Kloster aus der Kolonialzeit und Hochhäusern der Neuzeit. Das Centro Histórico wurde zum Weltkulturerbe erklärt und täglich wird an dessen Verschönerung und Erhalt gearbeitet.


Das Anthropologische Museum

Ganz in der Nähe des Platzes befindet sich auch das Anthropologische Museum, ein absolutes Highlight der Stadt. Von Kennern wird es als eines der schönsten und vollkommensten der Welt bezeichnet. Das Museo Nacional de Antropología beherbergt zwölf wunderschön gestaltete Säle, in denen man, dank einer Vielzahl gut erhaltener Objekte und Reliquien präkolumbischer Kulturen, mit der faszinierenden Historie Mexikos sowie dem Alltagsleben der noch verbliebenen Indianerstämme vertraut gemacht wird.


Kunst und Kultur in Mexiko-Stadt

In Mexico City können Sie in oder an zahlreichen Gebäuden die besondere Kunst der mexikanischen Murales betrachten: Im ersten Kloster des amerikanischen Kontinents (Iglesia y Hospital de Jesús nazareno), im Jesuiten-Kolleg (Museo Antiguo Colegio de San Ildefonso), im ehemaligen Kloster Secretará de Educación Pública oder im berühmten Palast der Schönen Künste.

Weiterhin interessant sind die vielen unterschiedlichen Museen. Darunter zählen z. B. das Stadtmuseum, das Museum Moderner Kunst, das nationale Kunstmuseum, das ehemalige Wohnhaus von Frida Kahlo, das Museo Mural Diego Rivera, das Karikaturmuseum, das neue, vom ganzen Land handelnde Volkskundemuseum sowie das Museum Rufino Tamayo.

Außerdem sehr sehenswert ist das höchste Gebäude Lateinamerikas, der Torre Mayor, der Inquisitionspalast und das alte Zollamt mit einem Museum über mexikanische Medizin oder die Iglesia Santo Domingo. Vom Torre Latinoamericano hat man eine einmalige Aussicht, bis hin zu den Vulkanen Popocatépetl und Ixtaccíhuatl. Einen Abstecher ist auch der Plaza Garibaldi wert, auf dem man allabendlich Mariachi-Musik lauschen kann. Schön ist es, beim Flanieren entlang der Hauptstraße „Avenida Francisco Madero“ eine kleine Reise durch die verschiedenen Architekturstile zu erleben. Auf der Prachtstraße „Paseo de la Reforma“ kommt man an Denkmälern berühmter Personen sowie des letzten Azteken-Herrschers „Cuauhtémoc“ und dem Unabhängigkeitsdenkmal „El Angel“ vorbei. Um das kulturelle Leben der Stadt zu genießen, geht man in den Parque Alameda.

Entspannung findet man hingegen im „Chapultepec-Park“ (Heuschrecken-Hügel), der „grünen Lunge“ von Mexiko-Stadt. Hier befinden sich ein Zoo, ein See und Museen, wie z. B. das Anthropologische Museum oder das Nationalmuseum der Geschichte im Schloss „Castillo de Chapultepec“. In der Nähe kann man das Weltkulturerbe „Casa Luis Barragán“, das Meisterwerk des Architekten, besuchen.

Im Norden der Stadt ist das Viertel Tlatelolco, das früher scheinbar eine wichtige Marktstadt der Azteken war. Hier befindet sich auch die „Basílica de Nuestra Señora de Guadelupe“ auf dem Tepeyac-Berg, wo 1531 dem Indígena Juan Diego die Jungfrau Maria erschienen sein soll. Am 12.12. pilgern Tausende Mexikaner hierhin und feiern diese Erscheinung. Auch die ehemalige Olympiastadt kann man besichtigen und einen Stierkampf in der größten Stierkampfarena der Welt miterleben.

Im Studentenviertel Coyoacán befindet sich die größte Universität Lateinamerikas, die 2007 sogar zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das Viertel strahlt mit seinen Bücher- und Kunstgeschäften sowie Museen ein besonders kulturelles Ambiente aus. Im Süden von Mexiko-Stadt befindet sich die archäologische Stätte Cuicuilco mit einer imposanten Rundpyramide. Viel interessanter sind sogar noch die hier befindlichen Wasserwege, die „schwimmenden Gärten von Xochimilco“ mit ihren typischen, farbenfrohen, blumengeschmückten Booten. Hier erhält man auch frisches Obst und Gemüse. Am Wochenende ist dies ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Darüber hinaus finden Sie in der Hauptstadt Mexikos zahlreiche Kultur-, Musik-, Tanz-, und Sport-Angebote – sowohl zum Zuschauen, als auch zum Selbermachen.


Kulinarisches

In gastronomischer Hinsicht hat die Stadt als Mega-City natürlich ebenfalls einiges zu bieten. Von einfachen Straßenhändler auf der Calle Moneda sowie anderen Straßen oder Märkten, über einfache Restaurants bis hin zu gehobenen Etablissements. Man findet neben der einheimischen Küche aus den verschiedenen Regionen des Landes auch internationale Küche. Beliebt in der Stadt sind die „Antojitos“, kleine Snacks für zwischendurch, die man überall bekommt. Die bekanntesten Viertel mit Restaurants und Bars sind die Zona Rosa und die Viertel Roma und Condesa.


Übernachtung in Mexico City

Ähnlich verhält es sich auch mit dem Angebot an Unterkünften. Hier reicht die Palette ebenfalls von einfachen Herbergen, über Mittelklassehotels bis hin zu Hotels der Luxusklasse. Man findet jede Form von Komfort, alle möglichen Preisklassen und somit sicher für jeden Geschmack etwas. Wie in anderen Hauptstädten auch, sind die Preise hier allgemein etwas höher, noch extremer zu Hauptreisezeiten. Sie sollten es vermeiden, in zwielichtigen Vierteln zu übernachten.


Nahverkehr

Dank der vier Busterminals, dem großen internationalen Flughafen sowie verschiedenen Autovermietungen, hat man beste Voraussetzungen über Mexiko-Stadt ins Land ein-, aber auch auszureisen bzw. innerhalb Mexikos zahlreiche Orte zu erreichen. In der Metropole können Sie sich mit allen möglichen Verkehrsmitteln fortbewegen. Es gibt eine U-Bahn, den Metrobús, zahlreiche Busse und Taxis. Letztgenannte sollten Sie jedoch ausschließlich von festen Haltestellen nutzen oder telefonisch anfordern. Wenn Sie zu Fuß unterwegs sind, sollten Sie sehr vorsichtig sein und besonders stark auf den Verkehr achten, auch an grünen Ampeln.


Probleme einer Großstadt

Leider hat solch eine Millionen-Metropole wie Mexiko-Stadt auch mit großen Problemen zu kämpfen. Die Stadt zählte bislang zu den dreckigsten und gefährlichsten Städten der Welt. Über Mexiko-Stadt hängt eine gewaltige Smogglocke. Grund dafür sind selbstverständlich die Millionen Autos, die täglich verkehren, aber auch die zahlreichen großen Industrieanlagen. Die Stadtregierung versucht inzwischen verstärkt dagegen anzukämpfen, indem Autos, je nach Kennzeichen einmal pro Woche nicht in die Stadt dürfen oder indem der Sonntag zu einem autofreien Tag im Stadtzentrum deklariert wurde. Weitere schwerwiegende Probleme gibt es hinsichtlich der Versorgung der Menschen.

Das Sumpfgebiet, auf dem Mexiko-Stadt gebaut wurde, trocknet immer weiter aus, der Grundwasserspiegel sinkt und Millionen von Menschen können nur unzureichend mit Wasser versorgt werden. Unterversorgung herrscht auch hinsichtlich des Stroms. Auch der Lebensstandard ist in einigen Gegenden äußerst niedrig. Diese Probleme betreffen vor allem die vielen Armen, die sich in der Hoffnung auf ein besseres Leben in und um Mexiko-Stadt angesiedelt haben. Die Armut ist in der Stadt sehr groß. Es entsteht eine enorme Schere zwischen Arm und Reich.

Diese Armut, die teilweise schlechten Lebensverhältnisse einiger Bewohner und die Hoffnung auf ein besseres, aber vor allem wohlhabenderes Leben, veranlassen viele zu Kriminalität. Wie in allen anderen Großstädten, gibt es auch in Mexiko-Stadt eine enorme Rate an Taschendiebstählen und kleineren Gewaltdelikten. Gewalt auf höherer Ebene findet ebenfalls statt. Davon bekommen Touristen allerdings selten etwas mit. Solange Sie sich an bestimmte Verhaltensregeln halten und z. B. bestimmte zwielichtige Viertel meiden, bewegen Sie sich auf der sicheren Seite. Vor Taschendieben müssen Sie auch überall anders auf der Hut sein. Es wäre jedoch schade, wenn Sie deshalb keine Zeit in einer der wohl interessantesten Städte der Erde verbringen.

Sie sehen, es lohnt sich, mehrere Tage in Mexikos Hauptstadt zu verbringen, um die große kulturelle Vielfalt dieser einmaligen Stadt zu erleben.

Die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und Mexiko beträgt in der Sommerzeit sechs Stunden. Wenn es im Mai in Deutschland mittags 12 Uhr ist, klingeln bei den Mexikanern 6 Uhr gerade die Wecker. In der deutschen Winterzeit beträgt die Zeitverschiebung sieben Stunden.



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