Mexikanische Köstlichkeiten

Auch die Gastronomie Mexikos ist so einzigartig und vielfältig wie fast alles in diesem traditionsreichen Land. In der mexikanischen Küche vermischen sich alle möglichen Einflüsse der bewegten Geschichte: aztekische Traditionen mit denen der Maya und später den spanischen, französischen oder arabischen Besonderheiten.

Kulinarische Spezialitäten zum Tag der Toten

Es ist einer der wichtigsten Feiertage in Mexiko, der “Día de los Muertos”. Nach dem Glauben der indigenen Völker Mexikos besuchen die Toten einmal im Jahr, von Ende Oktober bis Anfang November, die Lebenden und kehren zu ihren Familien zurück. Zu Ehren der Verstorbenen werden im ganzen Land farbenprächtige Altäre aufgestellt und mit Beigaben verziert, die die vier Elemente darstellen: Früchte symbolisieren das Element Erde und verwöhnen die Seelen mit ihrem süßlichen Aroma. Hauchzarte Scherenschnittbilder aus Seidenpapier (papel picado) stellen den Wind dar und Gefäße gefüllt mit Wasser stillen den Durst der Seelen nach ihrem langen Weg aus dem Jenseits. Kerzen und Grablichter leuchten als Feuer-Element den Weg.

Während der Feierlichkeiten wird den toten Seelen kulinarischen Spezialitäten angeboten. Das traditionelle süße Totenbrot (pan de muerto), Zucker-Totenköpfe (calaveras de dulce) sowie Skelette und Särge aus Marzipan dürfen auf dem festlichen Speiseplan nicht fehlen. Hier finden Sie das Rezept für das süße Totenbrot, das Pan de Muerto.

Zutaten:
Eine halbe Tasse Mehl
Halbe Tasse Zucker
Ein Teelöffel gemahlener Anis
Ein Teelöffel Salz
Ein Würfel frische Hefe/ Trockenhefe
Eine halbe Tasse Milch
Eine halbe Tasse Wasser
Eine halbe Tasse Butter
Vier Eier
Vier Tassen Mehl

Zubereitung:
Einen Vorteig aus eineinhalb Tassen Mehl, Zucker und Salz und dem Anis zubereiten. Die Zutaten vermischen und in die Mitte eine Mulde drücken, in welche die Hefe hineingebröckelt wird. Das Wasser und die Milch erwärmen und die Butter darin auflösen. Anschließend die Flüssigkeit auf die Hefe in der Mulde gießen und dann kräftig mit dem Mehl mischen. Den Teig an einem warmen Ort für 30 Minuten mit einem Handtuch abgedeckt ruhen lassen. Die Eier gründlich verrühren und zu dem aufgegangenen Vorteig hinzugeben. Im Anschluss so viel Mehl hinzugeben, bis der Teig zu Brotlaiben geformt werden kann. Man benötigt vier Tassen Mehl, was auch von der Größe der Eier und der Flüssigkeit abhängig ist. Einen kleinen Brocken von dem Teig abzupfen und als Dekoration gekreuzte Knochen formen, die dann auf die Brotlaibe gedrückt werden. Anschließend den Teig wieder für 30 Minuten ruhen lassen. Die Brotlaibe bei 180 Grad Celsius im Ofen für 40 Minuten backen. Haben die Brote eine schöne braune Farbe angenommen, mit Alufolie abdecken. Kurze Zeit, bevor das Pan de Muertos aus dem Ofen genommen wird, dieses mit einem Pinsel und lauwarmen Wasser bestreichen. Das Pan nach drei Minuten aus dem Ofen nehmen, wenn gewünscht mit Zucker bestreuen.


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Dazu getrunken werden Mezcal und Tequila sowie das Nationalgetränk Mexikos Pulque (fermentierter Saft aus Agaven). Auf den Friedhöfen Mexikos geht es während des “Día de los Muertos” feierlich zu. Im Licht unzähliger Kerzen beten die Angehörigen für ihre verstorbenen Familienmitglieder und Freunde. Bei einem fröhlichen Picknick am Grab der Liebsten wird gemeinsamen gegessen, getrunken, gesungen und getanzt. (Quelle/Copyright: Mexico Tourism Board)




Kulinarische Spezialitäten der Regionen Mexikos

Jede Region ihren eigenen Stil entwickelt und unterscheidet sich in seinen Zutaten oder Zubereitungsmethoden. Auch junge Köche lassen sich mehr und mehr von der traditionellen Küche inspirieren und ergänzen alte Rezepte raffiniert mit neuen Element; so wird die traditionelle mexikanische Küche mit Experimentierfreude zu angesagter Kochkunst der internationalen Gastroszene.


Unterschiede in der regionalen Küche

Aufgrund der regionalen Unterschiede gibt es nicht wirklich ein Nationalgericht. Sehr gern wird chiles en nogada gegessen, eine Variation aus mit Hackfleisch gefüllten Chilis, Früchten und einer Nusssoße. Der Eintopf pozole ist ebenfalls eine beliebte Speise.

Entlang der Küsten- ist man gern Meerestiere, z. B. ceviche – einem rohen Fisch über dem Kohlefeuer zubereitet und in Limonensaft getunkt mit Salat. In Veracruz liebt man den vuelve a la vida, ein Cocktail aus Meeresfrüchten und Tabasco sowie den huachinanga a la veracruzana. Zum Essen gibt es meistens die altbekannte „Salsa Mexicana Soße“, welche die Farben Mexikos in sich vereint. Weitaus traditioneller ist die mole poblano, eine Soße in der als erstes indigene und spanische Zutaten verschmolzen und die nun mehr in 300 verschiedenen Varianten zubereitet wird.


Achten Sie bei allen Fischgerichten zum Schutz ihrer Gesundheit stets auf eine frische Zubereitung!




Die Region Oaxaca ist besonders bekannt für seine sehr abwechslungsreiche Küche. Hier kommen geröstete Heuschrecken („chapulines“) neben mit verschiedenen Zutaten belegte Tortillas („Tlayudas“) auf den Tisch. Als Nachtisch werden mole negro oder eine heiße Schokolade gereicht. Auf der Halbinsel Yucatán werden die Speisen auch heute noch im Erdloch gegart. wie es die Maya früher schon taten. Avocadopüree, die guacamole, ist ebenfalls sehr beliebt.

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Ohne Frage ist Mexiko vor allem für die Verwendung von Chili in seiner Küche bekannt. Auch diese Tradition begann schon bei den Mayas und Azteken. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Sorten und Schärfegrade. Die Schärfste Chilischote ist „Chile Habanero“.


Hauptnahrungsmittel ist seit jeher die Importware Mais, die schon früher als göttliches Symbol galt. Die daraus hergestellten Tortillas sind das „Brot Mexikos“. Die zahlreichen Formen, Farben, Füllungen unterscheiden sich je nach Herstellung und regionalem Vorkommen. Die Liste scheint endlos und man sollte davon so viele Varianten wie nur möglich einmal probieren… Enchiladas, Quesadillas, Tacos, Tamales, Tostadas, Chilaquiles, Papadzules oder aber auch Burritos.

Zudem gehören zur mexikanischen Küche unbedingt die Frijotes (Bohnen) die meist als Brei oder gebraten zur Speise gereicht werden. Als Hauptgericht gibt es Fleisch oder Fisch mit Reis und Gemüse oder eine Form von Eintopf.



Bereits zum Frühstück wird herzhaft gegessen: „huevos revueltos“ (Rühreier) in verschiedensten Varianten. Das Mittagessen ist die wichtigste Mahlzeit am Tag, für die man sich auch viel Zeit nimmt. Deshalb gibt es auch die Siesta, die meist gegen 13 Uhr beginnt. Das Dinner wird dementsprechend spät, selten vor 20 Uhr eingenommen.



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